28.09.2015 10:00 Age: 3 Jahre
Category: Aktuelles
By: Dr. Dorothee Weyler

Neues Fachzentrum in Kenia ermöglicht regionale Bildungsforschung im östlichen- und südlichen Afrika

Ende September wurde das siebte Fachzentrum Afrika durch den Gouverneur Jackson Mandago von Uasin County und den Leiter der Außenstelle Nairobi des DAAD Herrn Dr. Helmut Blumbach feierlich eröffnet.


Gemeinsam mit vier süd- und ostafrikanischen Partnern hat die Universität Oldenburg ein internationales wissenschaftliches Zentrum für Bildungsforschung und Management gegründet. Beteiligt am „East and South African Centre for Educational Research Methodologies and Management“ (CERM-ESA) sind die Moi Universität (Eldoret, Kenia), die Nelson Mandela Metropolitan University (Port Elizabeth, Südafrika), die Universität Dar-es-Salaam (Tansania) und das Uganda Management Institute in Kampala.
„Ziel des neuen Zentrums ist es, das Bildungssystem in Ost- und Südafrika wissenschaftlich zu untersuchen. Zudem erhalten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den beteiligten Hochschulen künftig Trainings, um ihre Studierenden besser betreuen und  erfolgreicher Fördergelder für ihre Forschung einwerben zu können.“ erklärt Dr. Dorothee Weyler, die das Programm „Fachzentren Afrika“ im DAAD betreut.

„Mit dem Zentrum wollen wir Bildungsforschung und -management in Afrika auf eine neue Ebene bringen – über Ländergrenzen hinweg und mit einer starken Süd-Süd-Zusammenarbeit“, erklärt der Projektleiter, Prof. Bernhard Siebenhüner von der Universität Oldenburg. Das CERM-ESA ist das siebte derartige Centre of African Excellence auf dem afrikanischen Kontinent, das durch den Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) mit Mitteln des Auswertigen Amts gefördert wird. „Mit der Einrichtung der Fachzentren in Afrika unterstützt der DAAD die Verbesserung der Ausbildungsqualität von Führungskräften an afrikanischen Hochschulen. Langfristige Zielsetzung des Programms ist es nachhaltig und international konkurrenzfähige, akademische Zentren zu schaffen, deren Absolventen beitragen, die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen Afrikas gerecht zu werden“ informiert Lars Gerold, Leiter des Referates für Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit, in dem auch das Programm Fachzentren Afrika bearbeitet wird.

Bei der Eröffnungszeremonie an der Moi Universität vergab das Zentrum zudem die ersten acht Stipendien an Studierende des am Zentrum neu angebotenen forschungsorientieren Masterkurses der beteiligten Forschungsinstitutionen. Das Stipendium umfasst neben einem Zuschuss zum Lebensunterhalt auch Weiterbildungs- und Forschungsaufenthalte an den anderen Partneruniversitäten.
„Dieses Zentrum unterscheidet sich von den übrigen sechs schon in der Förderung befindlichen Zentren dadurch, dass es das erste ist, dass auf Süd-Süd Partnerschaften aufbaut und dadurch besonders den Wissenstransfer in der Region stärkt. Kenia ist hierfür ein idealer, zentraler Standort“ teilte der Leiter der DAAD-Außenstelle in Nairobi, Dr. Helmut Blumbach, anlässlich der Eröffnung mit.

(Autorin: Dr. Dorothee Weyler)

Kontakt im DAAD:
Referat: Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit / P 31
Dr. Dorothee Weyler
Referentin Fachzentren Afrika
weyler(at)daad(dot)de

Weiterführende Links:
www.mu.ac.ke/cermesa/

Bilde: (Thomas Hezel, zazudesign / Dr. Dorothee Weyler DAAD)